Vergina Pella Thessaloniki Dion Veria Chalkidiki Athos Meteora

Vergina
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Kleines Dorf, bekannt geworden durch das Grab von Vergina, gleichnamiges archäologisches Gebiet. Früher glaubten die Archäologen, dass das alte Aigai (erste Hauptstadt des makedonischen Staates) die Stadt Édessa gewesen sei. Heute ist durch die Ausgrabungen von Prof. Manolis Andronikos von der Aristoteles-Universität von Saloniki bewiesen, dass Vergina die erste Hauptstadt Aigai war.
Fürstenpalast:Erster und größter Palast in Nordgriechenland, wahrscheinlich aus der Zeit von Antigonos Gonatas (278-240 v. Chr.). Die Archäologen vermuten, dass dieser Palast als Sommerresidenz der königlichen Familiediente.
Grab von Vergina: Einige Meter unterhalb des Palastes gelegener makedonischer Grabbau aus der Mitte des 3. Jh. v. Chr. Zu sehen sind noch die schönen marmornen Türflügel, die Seitenpfosten der Tür, ein Marmorthron und Reste eines Tisches. Das Grab ist aus Kalkstein errichtet.
Grab Philipps II.: Es ist das erste der drei freigelegten Gräber und wurde unter einem künstlich aufgeschütteten Erdhügel zutage gefördert. Im Vorraum (Prothalamos) befand sich ein goldener Schrein, der die Asche von Königin Kleopatras (zweite Gemahlin von Philipp) Gebeinein einem golddurchwirkten Tuch enthält. Im Inneren der Grabkammer fanden sich: ein weiterer goldener Schrein, Waffen, Kupfer- und Bronzevasen, Geschmeide, fünf kleine elfenbeinerne Büsten der königlichen Familie sowie der einzige aus dem Altertum erhaltene Panzer, ein Helm, ein Schwert, Stiefel, eine Krone und ein Diadem. Diese Fundgegenstände sind im Museum von Saloniki ausgestellt. Die Fassade des Grabs ist mit Fresken geschmückt.
Die beiden benachbarten Gräber wurden mit Sicherheit für Mitglieder der königlichen Familie errichtet. Alle diese Gräber können auf die Zeit von 350 - 325 v. Chr. datiert werden.
Vorgeschichtliche Nekropolis (Friedhof): Über 80 kleine Grabhügel mit Gräbern, meist aus der frühen Eisenzeit (l0.- 9. Jh. v. Chr.).


Pella
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Die antike Stadt Pella wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. als Hauptstadt Makedoniens gegründet. Sie war erbaut nach dem bekannten "Ippodamischen" System der regelmäßigen rechtwinkligen Wohnquadrate mit imposanten Bauten, breiten Strassen und einem bewundernswerten Wasserversorgungssystem.
Pella wurde ab dem 4. Jh.v. Chr. das bedeutendste politische Wirtschafts - und Verwaltungszentrum des makedonischen Reichs. Zu sehen sind Teile der Stadtmauer, der Palast, die Tempel der Aphrodite, der Demeter und der Kybele, der Markt, der Friedhof und Wohnhäuser. In zweien dieser Häuser fand man grossartige Fussboden mosaike, die wohl besten Beispiele für die Kunst des Mosaiklegens überhaupt (im Museum).
König Archelaos, ein Förderer der Künste (413 bis 393 v.Chr.), verließ seine alte Hauptstadt Aeges und baute einen neuen Palast in Pella, der von dem großen Maler Zeuxis ausgestaltet wurde. Hier verbrachte Euripides seine letzten Jahre, während der große Philosoph Aristoteles in der Mitte des 4. Jh. hier den jungen Alexander, den Erben des makedonischen Thrones, unterrichtete. Als man im Jahre 1956 systematisch zu graben begann, entdeckte man das Zentrum der alten Stadt, die nach dem System des Stadtplaners und Architekten Hippodamos erbaut worden war. Berühmt sind die Mosaikböden mit Szenen aus der Mythologie, die man in Privathäusern und öffentlichen Gebäuden fand. Man kann diese im örtlichen Museum bewundern.


Thessaloniki
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Thessaloniki : Die Hauptstadt
"Und ihr Name sei Thessaloniki" sprach König Philipp II. nach der Geburt seiner ersten Tochter, Schwester Alexanders des Großen. Später heiratet Kassandros, General unter Alexander und dessen Nachfolger auf dem Thron, die Prinzessin und gab der von ihm gegründeten Stadt ihren Namen (316-317 v.Chr.).
Hier sollte Jahrhunderte später der "Apostel der Heiden", Paulus, den Thessalonikern predigen (50 n. Chr.) und Demetrius, griechischer Offizier in römischen Diensten, durch seinen Märtyrertod (303 n. Chr.) zum Nationalheiligen und Schutzpatron der Stadt werden.
Im Laufe der Zeit stürmten immer wieder feindliche Heerscharen gegen dieses Bollwerk des Griechentums an (Slawen, Avaren, Sarazenen, Normannen, Katalanen, Türken), aber jedesmal erhob sich die Stadt, wie groß auch die Verheerungen sein mochten, im Glanz ihres antiken und byzantinischen Erbes wie ein Phoenix aus der Asche. Zu den vielbewunderten Sehenswürdigkeiten Thessalonikis gehören die Kamara (der Triumphbogen des Galerius), die Rotunde (St. Georgskirche) mit ihren Mosaiken und die Kirchen Agia Sophia, Panagia Achiropiitos (mit der nicht von Menschenhand gemachten lkone), Ossios David, Agii Apostoli, Agios Dimitrios (Kathedrale), Profitis Ilias, Agios Nikolaos und das Kloster Moni Vlatadon, die die ganze Vielfalt byzantinischer sakraler Architektur und Malerei widerspiegeln.
Wahrzeichen der Stadt ist der Weiße Turm, Teil der byzantinischen Stadtmauer mit ihren Burganlagen und Türmen, der einen Zwillingsbruder am Trigonion-Platz hat.
Ein Muß für jeden Besucher ist das reichhaltige archäologische Museum, besonders seit dort die erstaunlichen Funde aus Vergina ausgestellt sind, wie auch das Volkskundemuseum, in dem vor allem die Objekte aus dem 18. und 19. Jh. sehenswert sind.

Rechterhand vom Museum liegt das Gelände der "Internationalen Messe von Thessaloniki", Treffpunkt von Ausstellern aus aller Welt, und etwas weiter oberhalb die Universität, die den verpflichtenden Namen des Aristoteles trägt.
Thessaloniki ist eine vitale, vor Leben sprühende Stadt, mit breiten Boulevards, auf denen Tag und Nacht der Strom der Autos nicht abreißt, mit gepflegten Parkanlagen, großzügigen Plätzen und weiten Alleen. Im Geschäftsviertel locken die geschmackvoll aufgemachten Schaufenster zu einem Bummel, vorbei an modernen Hochhäusern, zwischen denen sich hier und dort noch alte Häuschen aus der Türkenzeit und herrschaftliche Stadtpalais klassizistischen Stils gehalten haben. Auffallende Erscheinunqen im Straßenbild sind die elegant gekleideten Frauen mit den ausdrucksvollen Augen.
Das Leben spielt sich hier wie überall im Süden draußen ab - alle paar Meter trifft man auf eine Taverne, eine Ouzo-Stube (Ouzeri), auf Restaurants, Hotels, teure Lokale, Bars und Bouzouki-Lokale (von Thessaloniki aus haben die echten Bouzouki-Barden, die Rembetes ihren Siegeszug durch ganz Griechenland angetreten), auf Kinos und Theater. Die Eiscafés verteilen beim ersten Sonnenstrahl Tische und Stühle auf Bürgersteigen und Plätzen, und als Geheimtips werden die besten Koutouki und Kellerlokale mit makedonischer Küche gehandelt, aber auch die Eisdielen mit besonders guten Eistüten.
Und dann die Oberstadt. Ein größerer Gegensatz läßt sich kaum denken. Dort lärmender Trubel, hier beschauliche Stille in engen Gassen, blühenden Gärten und Innenhöfen, in denen die Wäsche im Winde flattert. Die Türen stehen offen, Kinder spielen selbstvergessen. Irgendwo singt jemand von Liebe und Leid und der Wind weht den Duft von Jasmin herüber. Hier spürt man das Herz Thessalonikis...
Verlockende Ausflugsziele in der näheren Umgebung sind der Wald von Seich-Sou, der Chortiatis-Berg, die Anhöhe Panorama, Oreokastro und der Thermaische Golf mit den kleinen Fischerdörfern und Strandbädern. Aretsou, Perea, Nei Epivates, Agia Triada, Nea Mihaniona, Epanomi, Asprovalta - dümpelnde Kaikis, windqegerbte Gesichter, zum Trocknen aufgehängte Netze, ausgelassene Stimmung am Strand, traumhafte Sonnenuntergänge. Und abends sucht man sich eine romantische Taverne, um zu essen und zu trinken wie Gott in Frankreich. Oder besser: wie Zeus auf dem Olymp...


Dion
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Hier lassen sich Ferien am Meer mühelos mit Bergwandern kombinieren - auf der einen Seite die zauberhaften Sandstrände am Thermaischen Golf, auf der anderen die Hänge des Olymp, des Götterberges. Platanen, Pappeln und Kiefern säumen die Überlandstrassen, Tannenwälder ziehen sich die Hänge des Olymp empor. Zwischen der Ebene von Pieria und dem Olymp liegt Katerini, die Hauptstadt der Präfektur, von wo man lohnende Ausflüge unternehmen kann; z.B. auf das wasserreiche, bewaldete Hochplateau von Agios Dimitrios (32 km von Katerini), nach Stena tis Petras, dem Engpass nach Thessalien, oder in die fantastische Olymp-Schlucht (Farangi tou Olympou). An den Hängen des Olymp schliesslich die Kleinstadt Litohoro (24 km von Katerini), Ferienort mit langer Tradition und Ausgangsbasis für alle, die den Olymp ersteigen wollen. Ein lohnender Ausflug führt ins Flusstal des Ennipeas, dessen Wasser vom Olymp kommend kleine Seen bilden und plötzlich in Erdspalten verschwinden. Hier sollen der Sage nach die Mänaden den Sänger Orpheus zerrissen haben.
Archäologische Stätte Dion: Tel. 0351/53.206 Museum Dion: einzigartige Skulpturensammlung Wintersportzentrum Olymp: an der Grenze nach Thessalien, Anfahrt über Olimbiada (20 km). Tel. 0493/22. 261. Parkplatz, 1 Schlepplift (1. 140 m, 850 Personen/Std.), Schutzhütte. 1 mittelschwere Piste mit Lift, zwischen 2.400 m und 1.900 m Bergsteigen - Schutzhütten: Olymp: Schutzhütte bei Stavros (1.000 m), 90 Min von Litohoro. Für 40 Personen, mit Quellwasser, Küche, elektrischer Heizung, Kamin, Dusche, 40 Betten, Matratzen und Decken. Ausk. und Schlüssel: EOS Thessaloniki, Tel. 031/278.288 Schutzhütten an der Grenze nach Thessalien: a) bei "Spilios Agapitos", 22 km von Litohoro, an der Ostflanke des Berges, 2.30 Std. Fussmarsch ab Prionia (Ende der Strasse). 100 Betten, Matratzen und Decken, Regenwasserzisterne, eletr. Kamin, Heizung und Kochherd, im Sommer auch Restaurant. Ausk. Tel. 0352/81. 329 b) bei Vrissopoules, an der Ostflanke (1.900 m). Die Strasse zur Schutzhütte ist ganzjährig geöffnet. Für 50 Personnen, mit Ski-Lift. Ausk.: EOH Athen, Tel. 01/5240057 c) bei "Christos Kakalos", 90 Min von der Schutzhütte (2.760 m). Für 15 Pers., mit Regenwasserzisterne, Gasherd, Heizung, 15 Betten, Matratzen und Decken. Ausk. und Schlüssel: Tel. 0352/81.329 Pieria: bei Ano Milia (1. 000 m, 5.5 km vom Dorf Messea Milia und 2,5 km von Katerini. Für 70 Personen, mit Quellwasser, Strom, Heizung, elektr. und Gasherd, Kamin, 52 Betten, Matratzen und Decken, Dusche. Ausk. und Schlüssel: (EOS Katerini, Tel. 0351/23.102


Veria
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Jungsteinzeitliche Siedlungen, Königsgräber mit Wandmalereien, goldene Schreine und goldene Kränze und Diademe. Katarakte, Flüsse, hohe Berge, dichtbewachsene Dörfer und Ebenen sind einige der interessanten Sehenswürdigkeiten dieser Region. Die Hauptstadt Veria - modern, mit noch ein paar verträumten Winkeln - war als ein bedeutendes Handelszentrum in byzantinischer Zeit auch eine der Hauptstädte Makedoniens. 51 Kirchen byzantinischen und spätbyzantinischen Stils mit sehenswerten Wandmalereien zeugen heute von dieser Vergangenheit. 12 km von hier liegt das Ausgrabungsge lände von Vergina, das durch die aufsehenerregenden Funde von Prof. Andronikos bekannt geworden ist; danach muss an dieser Stelle das antike Aigai gelegen haben, die erste Hauptstadt des makedonischen Reichs. Freigelegt sind bis jetzt die Akropolis, guterhaltene Teile der Stadtmauer, Fundamente von hellenistischen Wohnhäusern, der Palast, das Theater, der Tempel und im Norden der antiken Stadt die Nekropole.
Das eigentlich Interessante aber sind eine Gruppe von Königsgräbern, die 1977 - 78 im heutigen Dorf entdeckt wurden. Bei Kato Vermio (26 km von Veria) ist in 1400 m Höhe seit vielen Jahren ein Wintersportzentrum in Betrieb (Seii). Für seinen Wein vor allem, aber auch seine Wasserfälle, das Obst und den Karneval berühmt ist Naoussa (19 km), durch das der Arapitsas fliesst. In der Nähe, bei Lefkadia, sind makedonische Gräber und Reste hellenistischer Bauten ausgegraben worden, und bei Nea Nikomidia (9 km nordöstl. von Veria) eine jungsteinzeitliche Siedlung aus dem 7. Jahrt. v. Chr.


Chalkidiki
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Drei Halbinseln, die die Agais "durchbohren" wie ein lebendiger Dreizack des Posseidon. Ein faszinierender Ort voller Gegensätze: 500 km Küsten mit endlosen Sandstränden neben Buchten, die in Felsen eingemeisselt scheinen und tiefgrünen Bergen mit Nadelwäldern, die bis zum Wasser reichen. Unendliches Blau und tiefes Grün, Duft von Harz und Salz, dies ist die Chalkidiki.
Ein natürliches Paradies mit einer modernen Tourismusinfrastruktur, nur einen Atemzug von Thessaloniki und ihrem einmaligen Handelszentrum entfernt und doch unberührt von den schädlichen Folgen der Technik.
Die erste schriftliche Erwähnung Chalkidikis findet sich in Herodots Beschreibung der Persischen Kriege. Demnach vereinigten sich gegen Ende des 5. Jhs. v. Chr. die 32 bedeutendsten Städte der Halbinsel unter der Führerschaft der Stadt Olynthos zum Chalkidischen Bund. Er zog aufseiten Athens um 352 v. Chr. gegen Philipp von Makedonien, den Vater Alexanders des Großen, in die Schlacht, um dessen Eroberungszügen zur Unterwerfung ganz Griechenlands Einhalt zu gebieten. Diesem Unternehmen war kein Erfolg beschieden; Philipp marschierte gegen die Chalkidiki, zerstörte alle dem Bund angehörenden Städte und gliederte das gesamte Gebiet seinem aufstrebenden Königreich ein. Wie bekannt, setzte sein Sohn Alexander der Große diese Expansionsbestrebungen fort und erreichte nur wenige Jahre später die Ufer des Indus.
Nach dem Niedergang Makedoniens wurde die Chalkidiki zuerst Teil des Römischen Reiches, danach gehörte es zu Byzanz. Im Mittelalter kam es immer wieder zu Überfällen durch germanische und slawische Stämme, und im 6 Jh. wurde die Chalkidiki von den Hunnen total verwüstet. Im 9. Jh. entstanden auf dem Berg Athos die ersten Mönchsgemeinschaften. Sie begannen sehr bald, die fruchtbaren Täler landwirtschaftlich zu nutzen. Bald danach, im 10. Jh., wurden sie der kaiserlichen Rechtsprechung von Byzanz unterstellt.
Vom 13. bis 15. Jh. befand sich das Gebiet abwechselnd unter venezianischer oder byzantinischer Herrschaft. Die Türken eroberten die Chalkidiki im Jahre 1430 und hielten sie bis 1912, als Makedonien endlich mit dem Rest Griechenlands vereinigt wurde.


Berg Athos
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Mehr als tausend Jahre ausschließlich der Verehrung Gottes und der Gottesmutter geweiht, ist die Mönchsrepublik auf dem Berg Athos ein Bezugspunkt für die Weltgeschichte. Seit 885 n.Chr. ist sie nach Genehmigung des Kaisers von Byzanz Basileios l. in ausschließlichem Besitz der Mönche und Eremiten, überlebt unabhängig vom griechischen Staat und behält immer die unverletzbare Regel des Zutrittverbotes für Frauen bei. 963 n. Chr. wurde das erste Kloster gegründet. Ein Jahrhundert danach erging das Dekret, daß keine weichgesichtige Person die Heiligkeit des Athos stören dürfe. Das Vebot ist noch heute wirksam und schließt Frauen vom Betreten des Athos aus.
Jahrhunderte der Abgeschiedenheit und Hingegebenheit an die orthodoxe Religion haben dem Heiligen Berg eine einzigartige mystische Aura verliehen. In seiner Blütezeit im 15. Jahrhundert hatte der Athos 40 Klöster, die von etwa 40.000 Mönchen bewohnt waren. Heute gibt es nur noch 20 bewohnte Klöster. Umgeben von einem unermeßlichen Reichtum an Kirchenschätzen, seltenen Ikonen und Bibliotheken mit wertvollen Manuskripten, führen die verbliebenen 1.700 Mönche ein einfaches Leben, in dem Arbeit und Gebet streng geregelt sind und das von allen modernen Einflüssen unberührt geblieben ist.
Männer, die den Heiligen Berg besuchen möchten, müssen vorher eine spezielle Genehmigung einholen. Jeder Tourist kann jedoch bis Ouranoupolis, der "Himmelsstadt", fahren. Von dort aus besteht die Möglichkeit zu einer Kreuzfahrt entlang der Athosküste. Mit ihren aquamarinblauen Gewässern und manch wunderschönem Strand gleicht Ouranoupolis einem Paradies. Welche Richtung Sie auch immer einschlagen, die Chalkidiki begeistert jeden Besucher. Es werden größte Anstrengungen unternommen, die touristische Infrastruktur im Einklang mit der Natur zu entwickeln.So sind in dieser Region die meisten Hotels und Privathäuser im traditionellen makedonischen Stil erbaut, eine Architektur, die sich der Landschaft anpaßt und nicht aus ihr hervorsticht. Seit langem schon versuchen die Bewohner der Chalkidiki, eine Synthese zwischen einem modernen Ferienland und einer ökologisch gesunden Umwelt zu schaffen.


Meteora
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Die Meteora-Klöster liegen genau an der Stelle im Zentrum Griechenlands, wo der Pinios Fluß die Enge des Pindos-Gebirges verläßt, um in die thessalische Ebene hinabzufließen. Wie dunkle Stalagmiten ragen wuchtige Felsen, von den Stürmen der Zeit zu diversen Formen gebildet, aus der Erde und geben den Anschein, als hätte sie die Natur so geformt, um diejenigen zu beherbergen, die sich vom Glauben an Gott geleitet - in die Einsamkeit zurückziehen und sich einzig und allein der Anbetung Gottes widmen. Die Klöster mit den Söllern und Gesimsen krönen die Gipfel dieser wuchtigen Felsen und ragen über die Schluchten, abgeschieden und einsam in einer unvergleichlichen Landschaft, die mit dem Pindos-Gebirge, dem Fluß und der weiten Ebene, den Wäldern, Schluchten und malerischen Dörfern zu den schönsten Gegenden der Welt zählt. In spätbyzantinischer Zeit und während der Türkenherrschaft war diese Mönchsrepublik oft Zufluchtsort für Verfolgte. Auf diesen kahlen und schwer zugänglichen Felsen entstand ein Zentrum byzantinischer Kunst. Die Geschichte der Mönchsrepublik Meteora begann im ll. Jh. Die ersten Eremiten ließen sich im 9. Jh. in den Schluchten und Höhlen dieser Felsen nieder. Am Sonntag und zu den großen kirchlichen Festen versammelten sie sich auf dem Felsen von Doupiani bei Kastraki, wo später auch die Marien-Kirche und das Kloster errichtet wurden, um die Messe zu lesen. Im Laufe der Zeit entstand dann daraus die Skiti (Gemeinschaft) von Doupiani bzw. Stagi. Die Entwicklung dieser Mönchsgemeinschaft läßt sich in Einzelheiten aber erst ab dem 14. Jh., also etwa 300 Jahre später verfolgen, als die ersten Klosterbauten entstanden. Zwischen 1356 und 1372 gründete Athanasios Kinovitis, auch "Meteoritis" genannt, auf dem Plateau des höchsten Felskegels das Metamorphosis-Kloster, das sich später zum bedeutendsten aller Meteora-Klöster entwickelte und von da an nur noch das "Große Meteoron" (das zwischen Himmel und Erde schwebende) hieß. Frauen war der Zutritt zum Kloster laut Erlass des Athanasios streng untersagt. Der Sohn des Serbenkönigs Simeon Uresis und Schüler des Athanasios, Johannes Uresis, lebte nach seinem Verzicht auf den Thron lange Jahre als Mönch loasaph in diesem Kloster, das nicht zuletzt ihm seinem Reichtum verdankt. Der Besuch jedes einzelnen Klosters ist sehr interessant. Eine gute asphaltierte Straße zieht sich zwischen den Klöstern hin und erleichtert den Besuch. 21 km sind es ab Kalambaka und zurück und hierbei kann man die wichtigsten Klöster besuchen. Auf der Straße zu den Klöstern sieht man auf der linken Seite am Fuß des Felsens die Skiti Doupiani, wo heute die Muttergottes-Kirche aus dem 12. Jh. steht. Hier sind auch die Überreste der Klöster Pantokrator und Doupiani zu sehen. Das nächste Kloster an der Straße zum Großen Meteoron ist das des Agios Nikolaos Anapafsas (15. Jh.) Die Kirche wurde um 1510 erbaut und 1527 von dem bedeutendsten Meister der Kretischen Schule, Theophanes Strelitzas ausgemalt; diese Wandmalereien sind noch in sehr gutem Zustand erhalten. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Ruine des Klosters Agia Moni (1315). Nach 6 km teilt sich die Straße: nach Norden zum Großen Meteoron, nach Süden zum Stefanos-Kloster. Rechts an der Weggabelung liegt das Nonnenkloster Moni Roussanou, wahrscheinlich 1288 gegründet, das 1545 renoviert und zum Kloster umgebaut wurde; die Wandmalereien aus dem Jahre 1560 sind Werke der Kretischen Schule. Weiter in Richtung Süden fahrend erreichen wir das Dreifaltigkeits-Kloster Agia Triada, zwischen 1458 und 1476 von dem Mönch Domitios erbaut, das über eine steile Wendeltreppe mit 140 Stufen zu erreichen ist. Am Ende der Strape schließlich liegt das Nonnenkloster Agios Stefanos, zu dem ein sehenswertes Museum gehört. Der Fels, vom Berg durch eine Schlucht getrennt, ist mit diesem durch eine Brücke verbunden. Zum erstenmal erwähnt wird das Kloster in Achiven vom Beginn des 14. Jh.s., und seit dem Besuch des Kaisers Andronikos III. Paläologos führt es den Beinamen "königlich". In der dem Halbgott Haralambos geweihten Hauptkirche (1798) wird das Haupt des Heiligen aufbewahrt. Die ursprüngliche Klosterkirche (1350) ist reich an Wandmalereien, vergoldeten Holzschnitzereien und alten Ikonen, die jeden Besucher tief beeindrucken. Wir fahren zur Weggabelung zurück und nehmen nun die Strape in Richtung Norden, die uns zunächst zum Varlaam-Felsen führt. Das gleichnamige Kloster, zu dem man über 195 Stufen hinaufsteigt, wurde 1517 von Theophanes und Nektarios, Söhnen einer reichen Familie aus Ioannina, an der Stelle neugegründet, an der sich einst die Einsiedelei des Varlaam befunden hatte. Die Hauptkirche "Allerheiligen" wurde 1548 von dem bedeutenden Heiligenmaler Frankos Katelanos ausgemalt, die Wandmalereien im Narthex datieren aus dem Jahr 1566. Die den drei Hierarchen geweihte Nebenkapelle wurde 1627 restauriert. Die Straße endet beim Kloster Meteoron, dem größten und bedeutendsten aller Klöster. Es konnte in der Vergangenheit nur über eine Strickleiter oder in einem Korb, in dem die Mönche den Besucher hinaufzogen, erreicht werden. Heute gelangt man über 115 steile, unregelmäßige in den Felsen gehauene Stufen hinauf. Sein Reichtum verhalf Meteoron zur Autonomie sowie zu wertvollen Kunstwerken, die der Besucher heute noch bestaunen kann. Man sollte nicht versäumen, auch die Kirche Metamorphosis (Christi Verklärung) zu besichtigen. Die Kirche mit der zwölfseitigen Kuppel weist herrliche Wandmalereien von Theophanes Strelitzas (1552) und noch ältere (1484) im Altarraum auf. Beim Rundgang durch das Kloster stößt man auf den Speisesaal (heute Museum) mit dem riesigen Tisch und eine Bibliothek mit unzähligen Manuskripten und seltenen Büchern. Wenn man von diesen auf den steilen Felsen stehenden Klöstern einen Blick über das Pindos-Gebirge und die thessalische Ebene davor wirft, kann man die Eremiten verstehen, die diesen Ort wählten, um Gott zu dienen und ihm vielleicht auch selbst näher zu kommen.
Seine Blütezeit erlebte das Mönchstum auf den Meteora-Felsen im 15. und 16. Jh. Danach begann der Niedergang; von den insgesamt 24 Klöstern verfielen die meisten nach und nach, und heute sind nur noch 5 bewohnt: das Große Meteoron, das Varlaam- und das Agia Triada-Kloster von Mönchen, das Agios Stefanos- und das Roussanou-Kloster von Nonnen.